Klimaschutz für uns vor Ort
Die Bereitstellung von Energie steht für den größten Anteil der Treibhausgasemissionen in Deutschland. Die ENRW Energieversorgung Rottweil GmbH & Co. KG als regionaler Energieversorger trägt beim Klimaschutz vor Ort eine besondere Verantwortung. Die ENRW engagiert sich für eine langfristige regionale Versorgung und verfolgt das Ziel, den Einsatz von Ressourcen sowie Emissionen zu reduzieren.
Hierzu sind intern bereits unterschiedliche Maßnahmen und Prozesse verabschiedet worden. Neben standardisierten und zertifizierten Energie- und Umweltmanagementsystemen erfolgt die Erstellung einer Treibhausgasbilanz mit entsprechender Dekarbonisierungsstrategie.
Mithilfe einer solchen Bilanz ist es möglich, die Treibhausgas-Emissionsmengen zu erfassen, zu welchen die ENRW durch betriebliche Aktivitäten beigetragen hat. Das Ziel ist es, auf Grundlage der erfassten Emissionen eine Dekarbonisierungsstrategie sowie wirksame und zielführende Minderungsmaßnahmen abzuleiten.
Ziel
Das Energiemanagementsystem zielt darauf ab, den unternehmensinternen Energieverbrauch zu senken, indem beispielsweise die Energieerzeugungsanlagen der ENRW fortlaufend verbessert werden. Hierzu zählt auch, den Kraftstoffverbrauch unseres Fuhrparks zu senken. Neben der Energieeinsparung soll die eingesetzte Energie auch effizient genutzt werden. Dadurch werden Ressourcen geschont, CO2 Emissionen reduziert und die Wirtschaftlichkeit gesteigert.
Ergebnisse
Um diese ambitionierten Ziele zu erreichen, verbessert die ENRW permanent ihre Energieeffizienz. Die Energieeinsparungen erstrecken sich auf alle Gebäude der ENRW, darunter auch das Sole- und Freizeitbad aquasol sowie die Wärmeanlagen, welche die ENRW betreibt.
Um den Energieverbrauch zu optimieren, wurden Dächer gedämmt, Fassaden und Beleuchtungen erneuert sowie eine neue Heizzentrale und eine Brennstoffzelle errichtet.
Prüfer
GUTcert, unabhängige Zertifizierungsgesellschaft
Gültigkeit
bis 2027, jährlich ein Überprüfungsaudit
Weitere Details und Zertifikat anzeigen (externer Link)
Ziele
Die Umsetzung eines Umweltmanagementsystems nach DIN EN ISO 14:001 zielt darauf ab, den Einsatz von Ressourcen und das Aufkommen von Abfall- und Reststoffen sowie von umweltbelastenden Emissionen unternehmensintern zu reduzieren. Darüber hinaus unterstützt die ENRW Kundinnen und Kunden, Geschäftspartner und Kommunen bei der Erreichung ihrer Umwelt- und Klimaschutzziele.
Beispielsweise wird der Papierverbrauch weiter eingedämmt, indem Prozesse digitalisiert werden. Im unternehmenseigenen Fuhrpark wird auf E-Mobilität und andere alternative Antriebe gesetzt. Auch die erneuerbare Stromerzeugung wird weiter vorangetrieben durch die Installation von PV-Anlagen und Beteiligungen an Windkraftanlagen. Bei der Wärmeerzeugung kommen Pelletheizungen zum Einsatz und die Planungen für kalte Nahwärmenetze sind gestartet.
Bewertung
Die Auditoren haben während ihrer Prüfung keinerlei Abweichungen von den geforderten Prüfkriterien festgestellt.
Prüfer
GUTcert, unabhängige Zertifizierungsgesellschaft
Gültigkeit
Bis 2027, jährlich ein Überprüfungsaudit
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ENRW-Dorfputzete
Einen besonderen Höhepunkt bildet für uns die jährliche ENRW-Dorfputzete, bei der in unserem gesamten Netzgebiet achtlos weggeworfener Unrat eingesammelt wird. Unter dem Motto „Sauber g'schafft" stattet die ENRW freiwillige Helferinnen und Helfer mit Warnwesten, Greifzangen und Müllbeuteln aus und spendet zusätzlich einen Obolus für die Gemeinschafts- oder Vereinskasse. Jedes Jahr beteiligen sich um die 40 Vereine und Gruppierungen und leisten einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz.
Biogasanlage RW-Hausen
Das von der ENRW betriebene Biogasheizkraftwerk Rottweil-Hausen wurde auf Basis einer Bürgerbefragung entwickelt. Es erzeugt seit 2007 pro Jahr Strom für etwa 1.400 Haushalte und Wärme für rund 170 Wohngebäude in Rottweil-Hausen. Ausschließlich örtlich ansässige Landwirte liefern Mais, Getreide und Gras. Durch Vergärung entsteht Biogas, welches von einem Blockheizkraftwerk in Strom umgewandelt wird. Die Gärreste kommen wieder auf die Felder.
Verwertung von Klärgas und Klärschlamm auf der Kläranlage Rottweil
Auch Klärgas lässt sich in Strom umwandeln. Die ENRW betreibt ein mit Klärgas betriebenes Heizkraftwerk in der Kläranlage Rottweil. Dort wird der Klärschlamm zunächst entwässert und anschließend durch die Abwärme einer Biogasanlage getrocknet.
Im Zementwerk Dotternhausen dient er als Brennstoff: die Asche lässt sich bei der Zementherstellung verwenden. Ein gutes Beispiel für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft.
Neben der regenerativen Stromerzeugung setzt die ENRW seit mehr als 30 Jahren auf die Technik der Kraft-Wärme-Kopplung auf Basis von erdgasbetriebenen Blockheizkraftwerken.
Beispielsweise erzeugt unser Blockheizkraftwerk im Sole- und Freizeitbad aquasol rund 14,8 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr. Zum Vergleich: eine Windkraftanlage in Baden-Württemberg erzeugt je nach Standort und Windaufkommen lediglich rund 4 Millionen Kilowattstunden.
Die ENRW versorgt bereits seit Jahren standardmäßig alle Vertragskundinnen und -kunden mit Öko-Strom. Dieser besteht zu 100% aus erneuerbarer Energie gemäß Herkunftsnachweisregister Umweltbundesamt.
Als sogenannte „Vertragskunden“ bezeichnet der regionale Energieversorger alle Tarifkunden, die mit der ENRW einen Stromlieferungsvertrag – beispielsweise auf Basis der Tarife „Single“ oder „Family“ – abgeschlossen haben.
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Zum Tarifrechner Strom
Die ENRW betreibt in Rottweil an folgenden Standorten Photovoltaikanlagen:
- Sole- und Freizeitbad aquasol
- Stadthalle Rottweil
- ehemalige ENRW-Gebäude In der Au
- ENRW Kläranlage
- Albertus-Magnus-Gymnasium
- Leibniz-Gymnasium
- Kletterhalle K5
- Freibad Rottweil
- Wasserhochbehälter Zimmern
In Rottweil und Rottweil-Hausen betreiben wir zwei große Wärmenetze, darüber hinaus haben wir in unserem Versorgungsgebiet noch weitere kleine Wärmenetze.
MEhr Infos
Windenergie soll vielerorts einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten. Das Netzgebiet der ENRW gilt als windarme Gegend. Im Juli 2011 beteiligte sich das Unternehmen deshalb neben 18 weiteren Stadtwerken an dem Offshore-Windpark Baltic 1 in der Ostsee mit einem Anteil von 500 Kilowatt. Insgesamt produziert der gesamte Windpark mit 21 Windkraftanlagen etwa 185 Millionen Kilowattstunden Strom für rund 50.000 Haushalte.
Um den Windkraftanteil auch im Binnenland weiter auszubauen, beteiligte sich die ENRW Anfang 2013 an der kommunalen Beteiligungsgesellschaft Windpool GmbH & Co. KG, die Windparks in ganz Deutschland betreibt. Auf die ENRW entfällt ein Anteil von rund 1.000 Kilowatt elektrischer Leistung.
So verringern Sie Ihren CO2-Fußabdruck
Häufige Fragen
Die Sonne liefert unendlich viel Energie. Treffen Sonnenstrahlen auf Solarmodule aus Silizium, bewegen sich im Modul klitzekleine Elektronen durch Drähte – und schon entsteht Strom. Diesen Effekt nennt man „Photovoltaik“ – eine Verbindung des griechischen Worts für Licht „Phos“ und dem Namen des Physikers Alessandro Volta, der die Batterie erfand und als einer der Begründer der Elektrizitätslehre gilt. Besonderer Anreiz der Photovoltaik: Die Besitzer können ihren Strom nicht nur selbst verbrauchen, sondern auch ins öffentliche Netz einspeisen.
Wenn es sein muss, nicht größer als die Waschmaschine und dennoch ein kleines Wunderwerk: Blockheizkraftwerke erzeugen gleichzeitig Strom und Wärme. Die Stromerzeugung funktioniert wie beim Fahrraddynamo. Statt Muskelkraft treibt ein mit Erdgas, Biogas oder anderen Treibstoffen betriebener Motor den Generator an. Darüber hinaus lässt sich die im Kühlwasser und in den Abgasen des Motors enthaltene Wärme für Heizzwecke nutzen. Diese Nutzung des Brennstoffs nennt man „Kraft-Wärme-Kopplung“.
Wer kennt ihn nicht: den guten alten Fahrraddynamo. Drehen sich die Reifen, dreht sich das Rädchen am Dynamo. Dieser wandelt die Bewegungsenergie in elektrische Energie um und das Licht am Fahrrad leuchtet. Wind- und Wasserkraftanlagen funktionieren nach dem gleichen Prinzip.
Wind und Wasser bringen Rotorenblätter oder eine Strömungsmaschine, Turbine genannt, zum Drehen. Dies ermöglicht den Antrieb eines Dynamos, den so genannten Generator, der elektrische Energie erzeugt. Die Stromerzeugung erfolgt dabei ohne die Verbrennung fossiler Energieträger.
Photovoltaik ist die direkte Umwandlung von Lichtenergie in elektrische Energie mit Hilfe von Solarzellen.
Solarthermie ist die Umwandlung von Lichtenergie in thermische Energie, also in Wärme. Die so gewonnene Energie kann zum Heizen oder zur Warmwasseraufbereitung dienen.