In Deutschland regelt vor allem das Gebäudeenergiegesetz (GEG) bzw. das sogenannte „Heizungsgesetz“, was beim Einbau einer Heizung – also auch einer Wärmepumpe – gilt. Die Regeln ändern sich gerade politisch, deshalb ist wichtig zwischen aktueller Rechtslage und geplanten Änderungen zu unterscheiden.
Aktuell gültig (Stand Mai 2026)
Wenn du eine neue Heizung einbaust, muss sie grundsätzlich zu mindestens 65 % erneuerbare Energien nutzen. Eine Wärmepumpe erfüllt diese Vorgabe automatisch.
Das bedeutet praktisch, dass Wärmepumpen erlaubt und ausdrücklich gewünscht sind.
In vielen Fällen sind sie die einfachste gesetzeskonforme Lösung. Alte funktionierende Heizungen müssen nicht sofort raus Beim Austausch einer kaputten Öl- oder Gasheizung gelten Übergangsregeln
Für welche Gebäude gilt das?
Unterschiedlich je nach Situation:
- Neubauten in Neubaugebieten: die 65 %-Regel gilt bereits seit 2024.
- Bestandsgebäude: die Regeln greifen abhängig von der kommunalen Wärmeplanung – je nach Stadt früher oder später.
Muss man zwingend eine Wärmepumpe einbauen?
Nein. Das Gesetz schreibt keine bestimmte Technik vor. Erlaubt sind z. B.:
- Wärmepumpe
- Fernwärme
- Hybridheizung
- Pelletheizung
- bestimmte Solarthermie-Lösungen
Entscheidend ist, dass die Vorgaben zu erneuerbaren Energien erfüllt werden.
Gibt es eine Pflicht zum Austausch alter Heizungen?
Nur teilweise. Sehr alte Konstanttemperaturkessel (meist älter als 30 Jahre) müssen oft ersetzt werden. Normale Gas- und Ölheizungen dürfen häufig weiterlaufen. Bei Defekt gibt es Übergangsfristen und Ausnahmen
Geplante Änderungen ab 2026
Die Bundesregierung plant derzeit eine Reform des GEG. Nach den bisherigen Entwürfen soll:
- die starre 65 %-Pflicht abgeschafft werden,
- mehr „Technologieoffenheit“ kommen,
- neue Gas- und Ölheizungen weiter erlaubt bleiben, allerdings mit steigenden Anteilen von Biomethan oder anderen klimaneutralen Brennstoffen ab 2029.
Das ist aber noch politisch im Verfahren und kann sich noch ändern.
Wichtig in der Praxis
Eine Wärmepumpe ist gesetzlich oft die unkomplizierteste Lösung, weil:
- sie die aktuellen Anforderungen direkt erfüllt,
- staatliche Förderungen möglich sind,
- und fossile Heizungen durch CO₂-Preis künftig teurer werden können.