Die ENRW ist als regionaler Dienstleister auf nahezu allen Gebieten der regenerativen Energien und der rationellen Energieverwendung aktiv tätig und gehört mit ihren ökologischen Maßnahmen zur CO2-Einsparung zu den Spitzenreitern der baden-württembergischen Stadtwerke. Laut Umweltbericht 2010 sparte das Unternehmen im vergangenen Jahr durch seinen Einsatz von KWK-, Wasserkraft- und Solaranlagen zur Strom- und Wärmeerzeugung über 10.900 Tonnen CO2 zum Wohle der Bürger ein. Seit 2007 wurden in diesem Geschäftsfeld mehr als 6 Millionen Euro investiert.
Wind - Windpark Baltic 1
Da sich aufgrund der geringen Windhäufigkeit im Netzgebiet der ENRW bislang noch kein wirtschaftlich vergleichbares Projekt realisieren ließ, hat die ENRW verschiedene Varianten zur Beteiligung an einem Windpark geprüft. Im Juli 2011hat sich das Unternehmen neben 18 weiteren Stadtwerken an dem Offshore-Windpark Baltic 1 in der Ostsee beteiligt. Die EnBW Erneuerbare Energien GmbH hatte EnBW Baltic 1 im vergangenen Jahr vollständig errichtet und im Mai 2011 offiziell in Betrieb genommen.
Der Anteil der ENRW entspricht einem Leistungsanteil von 0,5 Megawatt. Insgesamt hat der Windpark eine Leistung von rund 50 Megawatt und produziert mit 21 Windkraftanlagen etwa 185 Millionen Kilowattstunden klimafreundlichen Strom für cirka 50.000 Haushalte.

Windpark Baltic 1
Biomasse - Biogasheizkraftwerk Rottweil-Hausen
Das Biogasheizkraftwerk Rottweil-Hausen erzeugt pro Jahr umweltschonend Strom für etwa 1.000 Haushalte und Wärme für rund 125 Wohngebäude in Hausen. Mit dem Bau der Anlage haben sich - unterstützt von einem Förderprogramm der ENRW - 25 Neukunden an die Fernwärmeversorgung in Rottweil-Hausen angeschlossen. Der Anschlussgrad wurde hierdurch von 35 % auf 44 % gesteigert.
Das Biogasheizkraftwerk leistet durch seine Konzeption einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur nachhaltigen Versorgung der regionalen Bevölkerung mit Energie und Wärme. Mit dem Bau der Anlage können ca. 3.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden.

Biogasheizkraftwerk Rottweil-Hausen
Fotovoltaik
Die ENRW betreibt insgesamt 7 Fotovoltaikanlagen, davon zwei Gemeinschaftsanlagen. Die Anlagen mit einer Gesamtleistung von 250 kWp befinden sich auf folgenden Gebäuden in Rottweil:
- Leibniz-Gymnasium
- Doppelsporthalle
- Albertus-Magnus-Gymnasium
- Sole- und Freizeitbad aquasol
- Stadthalle Rottweil
- ENRW-Gebäude - In der Au 7
- ENRW-Gebäude - In der Au 94
Die Anlage auf der Doppelsporthalle wird durch die Erlöse aus der Abnahme der Stadt Rottweil von ENRW-Green-Strom (Strom aus Wasserkraft und Solaranlagen) finanziert. Die Anlage der ENRW Photovoltaikanlagen I GmbH & Co. KG wurde gemeinsam mit der Firma Hopt + Schuler errichtet. Aktuell werden 107 Anteile dieser Anlage von Bürgern gehalten. Die restlichen 3 Anteile hält die ENRW. Für beide Anlagen übernimmt die ENRW die Betriebsführung.

Stadthalle Rottweil
Wasserkraft
Die ENRW betreibt an Ihrem Betriebsstandort In der Au eine Wasserkraftanlage mit einer elektrischen Leistung von 80 kW. Im Jahr 2007/2008 wurden 400.000 Euro investiert, um eine vollständige Fischtreppe inklusive Auf- und Abstiegsmöglichkeit zu realisieren.
Die Turbinenanlage bewältigt mit ihren 15 Schaufeln eine Wassermenge von maximal 3,6 m³/sec. Damit werden täglich durchschnittlich 1.380 kWh elektrische Energie erzeugt. Jährlich werden somit rund 500.000 kWh Strom produziert und 200 t CO2 Emissionen eingespart.

Fischtreppe - Aufstieg
Blockheizkraftwerke (BHKW)
Neben der regenerativen Stromerzeugung setzt die ENRW seit mehr als 15 Jahren die umweltschonende BHKW-Technik zur Stromerzeugung ein. Die ENRW betreibt zwei Fernwärmenetze und 19 Nahwärmeinseln mit erdgasbetriebenen BHKW und einer elektrischen Gesamtleistung von 3.572 kW. Gegenüber dem bundesdeutschen Strom-Mix können hierdurch pro Jahr etwa 5.500 Tonnen CO2 eingespart werden.

BHKW